Omas‘ Hackbraten

Am Wochenende wollte ich mich mal an einem Hackbraten probieren. Nach einer kurzen Recherche in meinen Kochbüchern, sowohl den deutschen also auch den österreichischen, war ich aber etwas verwirrt. Irgendwie wollten die Rezepte so gar nicht zu den Erinnerungen, die ich an Oma’s Hackbraten habe, passen. Was tun? Klar, erstmal Oma anrufen. Jetzt muss man aber wissen, dass Familienrezepte bei uns immer „nach Schnauze“ gekocht werden, also genaue Mengenangaben eher die Ausnahme als die Regel darstellen. Entsprechend lustig kann man sich dann auch die Rezeptbeschreibungen, Zwischenrufe von Opa und meine Nachfragen vorstellen. Oma und ich brauchten diesmal aber nur drei Telefonate, bis wir das ganze Rezept zusammen hatten.


Das wird für vier Personen gebraucht
1 kg Hackfleisch (Faschiertes)
2 Eier
2 Zwiebeln
ca. 20g Butter
1 1/2 altbackenes Brötchen oder ca. 100g Semmelbrösel
1/2 l Rinderbrühe
6 Scheiben dünn geschnittenen Speck
Petersilie, Salz, Pfeffer
Für die Soße benötigt ihr etwas Butter, Mehl und einen Schuß Sahne (Schlagobers)

So wird’s gemacht
Zwiebeln klein schneiden und in einer Pfanne mit Butter anrösten. Das Hackfleisch wird mit den Eiern, den Zwiebeln, Semmelbröseln, Petersilie, Salz und Pfeffer gut durchgeknetet. Wenn es zu einer schönen Masse geworden ist, kommt es in eine ofenfeste Bratform, die ihr vorher mit etwas Butter ausstreicht. Das Backrohr wird auf 180 °C vorgeheizt. Den Baten mit etwa der Hälfte der Brühe übergießen, die Speckscheiben oben auf den Braten auflegen und das ganze für 20 Minuten ins Rohr. Nach 20 Minuten wird der erste Teil des Bratfetts abgeschöpf und der Braten mit der restlichen Rinderbrühe übergossen. Nun kommt der Braten für weitere 15 Minuten ins Rohr.

In der Zwischenzeit könnt ihr euch um die Beilage kümmern. Ich habe mich für den Klassiker Kartoffelpüree entschieden. Hierfür ca. 400 g Karroffeln schälen, klein schneiden und kochen bis die Kartoffeln schön weich sind. Anschließend abgießen mit etwas Milch, einem Schuß Sahne und reichlich Salz so lange stampfen, bis es schön cremig wird. Als weitere Beilage habe ich Karottenscheiben für ca. 15 Minuten ganz langsam in Butter gedünstet. Die werden herrlich weich und schmecken köstlich süß.

Wenn der Braten fertig ist, könnt ihr euch schnell noch um die Soße kümmern. Hierzu wird in einem kleinen Topf etwas Mehlschwitze vorbereitet, der abgeschöpfte Bratensaft nach und nach unter ständigem Rühren hinzugefügt und mit einem Schuß Sahne verfeinert. Alles einmal ordentlich aufkochen und schon ist euer Hackbraten fertig.

Omas‘ Tipps
Um zu testen, ob die Hackfleischmasse auch wirklich gut genug gewürzt ist, könnt ihr euch schon vorab eine kleine Menge abbraten. Außerdem macht meine Oma immer einen kleinen Schuß Ketchup in die Masse, dadurch schmeckt sie würziger.

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