Spieldecke

Natürlich darf auf keinem DIY-Blog ein Patchwork-Projekt fehlen, obwohl ich zugeben muss, dass ich mich erst ordentlich überwinden musste. Was vor allem an dem grauenvollen Patchwork-Projekt lag, das wir in der Schule machen mussten. Noch dazu streng nach Lehrbuch, also hunderte Male abmessen, bügeln und Nähte auftrennen, bis alles perfekt war. Natürlich war das Ergebnis damals toll, aber ich habe das blöde Ding nie wieder angesehen, weil ich ja wochenlang daran arbeiten musste und da verliert man dann irgendwann die Freude dran. Das sollte mir diesmal nicht passieren, schließlich geht es ja um ein ganz wichtiges Projekt. Eine Spieldecke muss her, damit sich unser Nachwuchs so richtig austoben kann.

Das wird gebraucht
Stoff und Stoffreste (alte Hemden, Kleider etc.), Nähgarn, Füllvlies, Pappe, Stoffschere und eine Nähmaschine

So wird’s gemacht
Aus der Pappe schneidet ihr ein Quatrat in der gewünschten Größe und inkl. Nahtzugabe (ca. 0,5 cm) aus. Die gebügelten Stoffteile könnt ihr nun Schicht für Schicht übereinander legen und dann entlang der Schablone schneiden. Je nach Dicke des Stoffes, lassen sich so bis zu fünf Quatrate auf einmal ausschneiden. Diesen Vorgang wiederholt ihr so oft, bis ihr genügend Einzelteile für eure Decke habt. Anschließend können die Einzelteile bereits vernäht werden. Je nach dem ob ihr sie einfach wild durcheinadner oder in einem speziellen Muster anordnen wollt, könnt ihr die Teile auch vorab auf dem Bonden sortieren und dann Bahn für Bahn nähen. Nach und nach entsteht so Reihe für Reihe, die ihr zum Schluss nur noch zusammennähen müsst. Damit ist die Vorderseite der Decke bereits fertig. Für die Rückseite der Decke hatte ich noch einen großen weißen Baumwollstoff übrig. Aber auch hier kann man wieder die Patchworktechnik anwenden. Die Ober- und Unterseite werden auf links gedreht und das Füllvlies entsprechend zugeschnitten. Als letzter Schritt werden diese drei Teile nun langsam miteinander vernäht. An einer Kante wird eine ca. 10 cm große Wendeöffnung gelassen. Vor dem Wenden, werden die Ränder noch sauber abgeschnitten. Abschließend wird die Öffnung mit einer verdeckten Naht geschlossen und fertig ist das Meisterwerk.


Tipp
Neben Stoffresten habe ich alte Hemden und ein abgetragenes Sommerkleid verwendet und hatte so jede Menge günstigen Baumwollstoff. Das Blumenmuster des Kleides eignet sich genauso wie Filz hervorragend für kleinere Applikationen. Ich habe Elefanten, Luftballons, Herzen und Blumen auf unterschiedliche Quatrate genäht.

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